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Spinalstenose im Alter verschlechtert die Lebensqualität

Gehbeschwerden im Alter sind oft keine Wehwehchen

Es kann einem im wahrsten Sinne des Wortes auf die Nerven gehen, wenn der Rücken nicht mitmacht und beim Gehen schmerzt. Durch Alterungsprozesse verengt sich meist der Kanal in der Wirbelsäule, in dem sich das Rückenmark befindet. Wenn diese Verengung, die man als Spinalstenose, spinale Stenose, Spinalkanalstenose oder Wirbelkanalstenose nennt, auf das Rückenmark, die Nerven und die Blutgefäße drückt können Kreuzschmerzen und sogar bleibende Nervenschädigungen auftreten.

Die Symptome hängen sind vom Grad der Stenose, sowie von der Körperhaltung und der Belastung ab.
Bei gebeugter Wirbelsäule wie beim Bücken, Fahrradfahren und Bergaufgehen, haben die Nerven in dem gedehnten mehr Platz und die Beschwerden lassen meist nach. Ist die Wirbelsäule aufgerichtet beim Stehen oder Bergablaufen, ist weniger Platz im Spinalkanal.

Arten der Spinalstenose und Entstehung

Die Wirbelsäule wird mehr und mehr abgenutzt mit zunehmendem Alter. Durch Osteoporose, eine Erkrankung der Knochensubstanz sowie knöcherne Umbauprozesse kann es zu einer Verengung des Spinalkanals kommen. Man unterscheidet, je nach der Lage der Verengung in der Wirbelsäule eine zervikale Spinalkanalstenose (HWS) im Bereich der Halswirbelsäule und eine lumbale Spinalkanalstenose (LWS) im Bereich der Lendenwirbelsäule. Die Spinale Stenose tritt bei Männern und Frauen meist auf im höheren Lebensalter. Die lumbale Spinalstenose ist die häufigste Form. Eine Therapie ist sinnvoll bei stärkeren Beeinträchtigungen.

Die Symptome einer Spinalstenose

Die klassischen Symptome einer Spinalstenose sind erst im weit fortgeschrittenen Stadium festzustellen. Sie entwickeln sich langsam und über Monate. Die allgemeinen Symptome sind nicht so charakteristisch, aber vielfältig.

Dazu gehören:

  • Rückenschmerzen oft mit einseitiger Ausstrahlung in Beine
  • Rückenbeinschmerzen, erst im Oberschenkel, dann weiter im Bein
  • Bewegungseinschränkung der Lendenwirbelsäule und
  • Muskelverspannungen im unteren Rückenbereich und
  • Gefühlsstörungen in den Beinen und
  • Missempfindungen in den Beinen und
  • Blasen- und/oder Mastdarmstörungen sowie
  • gestörte Sexualfunktionen

Die konservative Behandlung der Stenose

Je nach Beschwerden und Leidensdruck kann eine spinale Stenose konservativ (meist zu 95 % erfolgreich) oder durch eine Injektionstherapie, bei schweren Fällen operiert werden.

Die konservative Spinalstenose-Therapie

  • Bewegungstherapie (Physiotherapie) Bäder und muskelentspannende Behandlungen entlastende Haltung, nicht so lange stehen oder sitzen
  • Wärmetherapie zur Rückenmuskulatur-Entspannung
  • Elektrotherapie zur Schmerzbehandlung und Muskelentspannung
  • Stützkorsett
  • Medikamente, Painkiller
  • Psychologisches Schmerzbewältigungstraining sowie Kräftigungstraining der Rücken- und Bauchmuskulatur

Die minimalinvasive Injektions-Therapie

  • Injektion eines lokal betäubenden Medikaments nahe am Nervenwurzelaustritt
  • Injektion von Lokalanästhetika und/oder Kortison in die Gelenkkapsel
  • Kälte: Der durch die Spinalstenose geschädigte Nerv wird durch Kälte ausgeschaltet
  • Ausschaltung des Nerven durch Wärme mit Radiofrequenzen

Spinalstenose-OP

  • Dekompression des eingeengten Nerven: Der Wirbelbogen wird an der Stenosestelle zusammen mit dem Dornfortsatz entfernt oder Teile des Wirbelbogens werden entfernt
  • Wirbel werden durch Material aus dem Becken oder Schrauben miteinander verbunden, um ein Wegrutschen zu vermeiden
  • Implantate verbinden die Dornfortsätze und vermeiden die Neigung der Wirbelsäule in dem Gebiet

Die Spinalstenose-OP bedarf einer gründlichen Abwägung , da während der Operation Nerven geschädigt werden oder um das Rückenmark die Haut verletzt werden kann und Flüssigkeit austritt. Die Spinalstenose-OP sollte man nicht durchführen, bevor alle konservativen und mikroinvasiven Möglichkeiten der Therapie ausgeschöpft sind. Weniger als zehn Prozent der Patienten mit einer Spinalstenose werden operiert.

 

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