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Wohnen und Pflege im Alter

Niedersachsens Förderprogramm "Wohnen und Pflege im Alter".

Der demographische Wandel stellt nicht nur die Rentenpolitik auf eine harte Probe. Mit kreativen Überlegungen versuchen Bund und Länder, die Situation in den Griff zu bekommen. Schon jetzt ist absehbar, dass unsere Gesellschaft deutlich älter geworden ist. Es fehlt an Pflegekräften und umsetzbaren Ideen, wie ältere Menschen einen möglichst selbstständigen und erfüllten Lebensabend verbringen können.

Niedersachsen mit gutem Beispiel voran

Eine solche realitätsbezogene Idee hat das Land Niedersachsen nun in Gestalt des Förderprogramms "Wohnen und Pflege im Alter" hervor gebracht. Ziel der Förderung ist vorrangig, Menschen fortgeschrittenen Alters zu ermöglichen so lange wie sie es wünschen in den eigenen vier Wänden zu leben oder aber an einem betreuten Wohnen teilzunehmen, anstatt in ein Altenheim umzuziehen. So können ältere Menschen lange selbstständig leben und verlieren keinerlei Lebensqualität.

Würde und Selbstbestimmung im Alter

Sozialministerin Cornelia Rundt sieht sich in der Idee bestätigt. Gerade sehr alte oder auch pflegebedürftige Menschen haben besondere Bedürfnisse, die von Gesellschaft und Politik bislang nur unzureichend erfüllt wurden. Es könne nicht Sinn der Sache sein, ältere Menschen, die eine intensivere Pflege benötigen, gegen deren Willen in ein überfülltes Heim zu bringen. Der Pflegenotstand in Deutschland ist besorgniserregend; hier müssen kreative und langfristige Lösungen her. Daher stellt das Land Niedersachsen ab 2015 jährlich eine Million Euro für das Förderprogramm "Wohnen und Pflege im Alter" zur Verfügung. Gefördert werden vor allem Um- und Neubauten, die ein seniorengerechtes Wohnen ermöglichen. Auch die Einrichtung neuer Senioren-Wohngemeinschaften und insbesondere das betreute Wohnen soll mit dem Förderprogramm voran getrieben werden. Vor allem in ländlichen Gebieten sollen diese Angebote ausgebaut werden, um ältere Menschen dort adäquat zu unterstützen und ihnen ein weiterhin würdevolles und selbstbestimmtes Leben zu bieten. Die Förderung deckt außer Sach- auch Personalkosten für betreute Wohngemeinschaften und Sozial- oder Seniorengenossenschaften, die entsprechende Projekte zum angemessenen Wohnen für Senioren und pflegebedürftige Menschen auf den Weg bringen.

Förderung für Jedermann

Besonders an diesem Förderprogramm ist, dass es sowohl von Bürgern als auch von Vereinen, Verbänden usw. beantragt werden kann. Das bedeutet im Einzelnen, dass auch Senioren und Angehörige, die beispielsweise einen seniorengerechten Umbau des Badezimmers im eigenen Haus planen, von dem Förderprogramm profitieren können. Beantragt werden können die Zuwendungen beim Landesamt für Soziales, Jugend und Familie. Der Antrag beinhaltet neben dem standardisierten Antragsformular eine Stellungnahme der zuständigen Standortkommune. Das genaue Verfahrensvorgehen ist auf den entsprechenden Internetseiten genau erklärt.

Schnell entscheiden, schnell handeln

Anträge, die bis zum 20.08.2015 beim Landesamt für Soziales, Jugend und Familie eingehen, werden nach Aussage des Landes Niedersachsen in die Einplanungsrunde 2015 mit einbezogen. Es lohnt sich also, den Antrag dieses Jahr noch zu stellen; womöglich können auch Sie dann schon bald mit dem seniorengerechten Umbau Ihres Hauses beginnen oder eine angemessene Wohngemeinschaft für Senioren gründen.

 

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