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Seit 01. Januar 2015 wurden die Pflegesätze erhöht

Zuschuss für Treppenlifte statt 2557 € nun 4000 €

Zum 01. Januar 2015 trat das erste Pflegestärkungsgesetz (5. SBG XI-Änderungsgesetz) in Kraft. Somit wurden die Leistungen endlich ausgeweitet und die rund 2,5 Millionen Pflegebedürftige wie auch die Angehörigen haben daher allen Grund zur Freude. Denn weiterhin ist auch eine Erhöhung der zusätzlichen Betreuungskräfte in den verschiedenen stationären Einrichtungen geplant. Allerdings wird der Steuerzahler dafür auch etwas tiefer in die Tasche greifen müssen. Diese Leistungsverbesserung, die einen Umfang von 2,4 Milliarden Euro pro Jahr hat, wird durch eine Erhöhung der Pflegeversicherung von 0,3 Prozent erhöht. Hier haben wir Ihnen die wichtigsten Leistungsverbesserungen aufgelistet.

 

Die wichtigsten Verbesserungen der Pflegeleistungen

1. Die Leistungsbeiträge der Pflegeversicherung wurde um 4 Prozent erhöht. Alle Beträge der Pflegeversicherung wurden um 4 Prozent angehoben. Somit wurde nun auch die Preisentwicklung der letzten drei Jahre berücksichtigt.

2. Die Pflege zu Hause wird verbessert und die Leistungen für die häusliche Pflege wurde um etwa 1,4 Milliarden Euro erhöht. Dies gilt für folgende Leistungen:

  • In Zukunft sollen die Kurzzeit- und die Verhinderungspflege besser miteinander kombiniert werden. Dies heißt, dass seit 2015 acht Wochen Kurzzeitpflege pro Jahr möglich sind. Somit übernimmt die Pflegekasse seit Januar 2015 einen Betrag bis zu 3.224 Euro. Bisher wurden nur 3.100 Euro übernommen. Für die Verhinderungspflege stehen den Angehörigen jetzt 2.418 Euro zur Verfügung, ein Plus von 868 Euro.
  • Auch die niedrigschwelligen Betreuungs- und Entlastungsangebote wurden ausgedehnt. So zahlt die Pflegekasse nun auch 104 Euro pro Monat an Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung. Bisher war diese Leistung nur für Demenzkranke.
  • Auch die Zuschüsse zu den unterschiedlichen Pflegehilfsmittel wurden angehoben. Seit Januar 2015 betragen diese Zuschüsse 40 Euro, also 9 Euro mehr.
  • Für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen (also auch für Treppenlifte) wurden ebenfalls die Zuschüsse angehoben. Dies heißt, dass von der ehemaligen Pflegestufe 0 (mit Demenz*), 1, 2 und 3 der Zuschuss von bisher 2.557 Euro auf 4.000 erhöht wurde. Wohnen mehrere Anspruchsberechtigte zusammen ist sogar ein Zuschuss von bis zu 16.000 Euro möglich (bisher nur 10.228 Euro). Hinweis: Das Modell der Pflegestufen wurde seit 01.01.2017 durch Pflegegrade ersetzt.
    * In der Regel betrifft dies Menschen, die auf Dauer gesehen eine sehr eingeschränkte Alltagskompetenz im Sinne des Paragraphen 45a SGB XI haben. Meist sind dies Personen, welche Demenzkrank sind.

3. Auch die pflegenden Angehörigen können auf mehr Unterstützung hoffen, da seit 2015 die Vereinbarkeit von Pflege, Beruf und Familie verbessert wurde. Wer daher kurzfristig einen Angehörigen pflegen muss, wie beispielsweise nach einem Schlaganfall, kann seit 2015 Lohnersatzleistungen beantragen. Diese Lohnersatzleistungen werden für zehn Tage gezahlt, wenn der Angehörige eine Berufsauszeit nimmt. Diese Leistungen sind vergleichbar mit denen des Kinderkrankengeldes.

4. Auch die stationären Pflegeeinrichtungen erhalten mehr Betreuungskräfte und wurde somit von derzeit 25.000 auf 45.000 Betreuungskräfte erhöht.

 

Noch detailliertere Informationen können hier eingesehen werden:

http://www.bmg.bund.de/pflege/pflegestaerkungsgesetze/pflegestaerkungsgesetz-i.html

 

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