Deutsches Festnetz
phone 02234 / 9449 525
Kostenlose Hotline
phone 0800 / 50 40 30 8
 
Treppenlift-Zentrum - Treppenlifte vergleichen
Treppenlift-Zentrum Logo
Die Volkskrankheit Arthrose betrifft vorwiegend ältere Menschen

Die Volkskrankheit Arthrose betrifft vorwiegend ältere Menschen – Vorbeugung ist möglich

Bundesweit leiden 8 bis 10 Millionen Menschen an Arthrose. Unter den Betroffenen befinden sich hauptsächlich ältere Menschen. Bis zum 20. Lebensjahr erkranken nur 9 Prozent an Arthrose. Ab dem 60. Lebensjahr sind die Hälfte aller Frauen und etwa ein Drittel aller Männer von dieser Gelenkerkrankung betroffen. In Deutschland sind ungefähr 30 Prozent des vorzeitigen Renteneintritts mittelbar durch Arthrosen verursacht. Ab dem 65. Lebensjahr steigen die Anteile an Arthrose-Erkrankten nochmals deutlich an.

Ab dem 95. Lebensjahr leiden 90 Prozent der Menschen an Arthrose. Der hohe Anteil an Lebensälteren hängt eindeutig mit der längeren Belastungs- und Abnutzungsdauer zusammen. Beschwerden durch das Volksleiden Arthrose müssen aber nicht zwangsläufig hingenommen werden. Schließlich ist selbst im hohen Alter noch nicht jeder davon betroffen. Der Beginn, Verlauf und Umfang einer Arthrose ist von mehreren Faktoren abhängig und dadurch beeinflussbar. Unter einer Arthrose ist ein fortschreitender Knorpelabrieb in den Gelenken zu verstehen, in dessen Verlauf angrenzende Muskeln, Bänder und Kapseln beeinträchtigt werden.

Insbesondere Knie- und Hüftgelenke, Fußgelenke sowie Finger und Zehen können vom Knorpelverschleiß betroffen sein. Die Krankheit verläuft tückisch, da sie zunächst kaum bemerkt wird. Der Gelenkknorpel dient als Schutzschicht und Pufferzone zur Reduzierung von auftretenden Belastungen. Dadurch soll die Gelenkbelastung gleichmäßig verteilt und ein aufeinander reiben der Knochen verhindert werden.

Kommt es zu einer Beschädigung des Knorpelgewebes, folgt ein Abbau und im Gelenkknorpel bildet sich ein Spalt. Die Bewegungen werden zunehmend eingeschränkt und schmerzen. Im weiteren Krankheitsverlauf einer Arthrose kann sich der betroffene Bereich entzünden und es entsteht eine Arthritis. Die schmerzhaften Beschwerden sind auch im Ruhezustand zu spüren. Neben den Bewegungseinschränkungen zeigen sich deutliche Formveränderungen durch Schwellungen.

Ursachen, Symptome und Verlauf

Neben den altersbedingten Verschleißerscheinungen können weitere Einflussfaktoren den Beginn und Verlauf von Arthrosen bestimmen. Dazu zählen:

  • Falsche Ernährung und Übergewicht
  • Häufiges Tragen schwerer Lasten im Rahmen der Berufsausübung
  • Erhebliche Belastungen durch Gewichtheben als Sport
  • Gelenkfehlstellungen
  • Genetische Faktoren
  • Unzureichende Gewebedurchblutung aufgrund mangelnder Bewegung

Der Beginn einer Arthrose ist kaum spürbar. Durch den langsamen Krankheitsverlauf kommt es zunächst nur zu geringen Bewegungseinschränkungen von kurzer Dauer. Ein Anzeichen für eine beginnende Arthrose ist oftmals die sogenannte Morgensteifigkeit. Bei den ersten Schritten nach dem Aufstehen schmerzt ein Gelenk. Nach einigen Schritten oder dem Begehen einer Treppe sind diese geringen Anlaufschmerzen in der Regel wieder verschwunden. Mit der Zeit treten die Elastizitätsverluste und Schmerzen häufiger auf und lassen sich eindeutig einem bestimmten Bereich des Körpers zuordnen.

Durch die Bewegung des betroffenen Gelenks gehen die Schmerzen nicht mehr zurück, sondern werden eher noch verstärkt. In der Folge treten sie auch im Ruhezustand auf. Die Bewegungen können nicht mehr wie vor der Erkrankung vollständig ausgeführt werden. Der Gang kann sich verändern und es treten Schwellungen und Druckschmerzen auf. Eine Diagnose ist häufig bereits aufgrund der dargestellten Beschwerden möglich. Eine sichere, genaue Diagnose kann durch bildgebende Untersuchungsverfahren und Blutuntersuchungen erfolgen.

Behandlungs- und Vorsorgemöglichkeiten

Eine therapeutische Behandlung zielt in erster Linie auf eine Schmerzreduzierung sowie Verlangsamung des Knorpelabbaus ab. Die Bewegungsfähigkeit soll so lange wie möglich erhalten bleiben und die Gelenkerhaltung gesichert werden. Bei Bedarf können entzündungshemmende Schmerzmittel auch in Form von Injektionen verabreicht werden. Zur Verlangsamung des Knorpelabbaus und zur Unterstützung der Knorpelmasse können Forschungsergebnissen zufolge auch einige Substanzen gezielt eingesetzt werden. Ebenfalls können physiotherapeutische Maßnahmen helfen.

Dazu zählen Wärme-/Kältebehandlungen einschließlich Bädertherapien sowie bestimmte Bewegungsübungen. Je nach Einzelfall können Orthesen, Schuheinlagen, Bandagen oder Sitzerhöhungen zur Verbesserung der Körperhaltung und Bewegung beitragen. Unter Berücksichtigung der Ursachen und Risikofaktoren lassen sich Möglichkeiten zur Vorbeugung ableiten.

Dauerhafte Überlastungen sollten im Beruf oder in der Freizeit unbedingt verringert werden oder möglichst ganz entfallen. Zu einer Verzögerung der Krankheitsentwicklung kann eine gesunde, ausgewogene Ernährung beitragen. Dadurch können Nährstoffunterversorgungen und Übergewicht vermieden werden. Bei bestehendem Übergewicht hilft Abnehmen zur Entlastung der Gelenke. Regelmäßige Bewegung führt zu einer Durchblutungsverbesserung.

Dadurch kann die Nährstoffversorgung des Knorpels und damit die Dämpfungsqualität verbessert werden. Sportarten mit erhöhter Verletzungsgefahr sollten jedoch gemieden werden. Als besonders gelenkschonende Sportart gilt Schwimmen. Empfehlenswert sind ebenso Spaziergänge und leichte Gymnastikübungen.

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen