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Mobilität im Alter - Wünsche, Möglichkeiten, Fakten

Mobilität im Alter – Wünsche, Möglichkeiten, Fakten

Im Rahmen seiner Schriftenreihe hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Ergebnis eines Projekts „Erhaltung von Mobilität zur sozialen Teilhabe im Alter“ dargestellt. Dabei wurden die Tragweite und Vielseitigkeit des Themas deutlich. Interessant sind ebenso die verschiedenen Sichtweisen von Betroffenen sowie der erkennbare Handlungsbedarf.

Zu der Frage an Betroffene, was sie sich unter der „Mobilität im Alter“ vorstellen, wurden insbesondere folgende Einschätzungen zur subjektiven Mobilität geäußert:

  • Wohlfühlen beim Grundbedürfnis der Bewegung
  • Möglichkeit zur Teilhabe an der Natur durch Spazierengehen an der frischen Luft
  • Am gesellschaftlichen Leben teilnehme
  • Jemanden treffen können, um nicht zu vereinsamen
  • Gefühl von Freiheit, nicht eingesperrt sein
  • Verlassen der Wohnung, um das Leben abwechslungsreich zu gestalten
  • Mobilität ist Teil der Selbstständigkeit und Unabhängigkeit

Demnach ist die Mobilität ein zentrales Bedürfnis mit zahlreichen Ausprägungen. Eine starke Einschränkung der Fortbewegungsmöglichkeit führt zu gravierenden Veränderungen der Lebensqualität. Außerdem sind psychische Belastungen wahrscheinlich. Die mögliche Kompensation von Gehbehinderungen durch technische Hilfen hat daher einen hohen Stellenwert.

Die umfangreiche Nutzung technischer Hilfen

Die Beschaffungsgründe und Verwendungswünsche bei Mobilitätshilfen wie Autos, Rollatoren und Treppenlifte sowie beim allgemeinen Wunsch nach Barrierefreiheit können sehr verschieden sein. Dabei spielen Gewohnheiten und Lebenseinstellungen, der Grad der Gehbehinderung sowie das vorhandene Wohnumfeld eine Rolle. So wird das Auto mal als Hobby gesehen oder auf die Transportfunktion beschränkt. Nicht wenige ältere Menschen können besser Autofahren, als laufen. Die Nutzung des Autos stellt außerdem auch bei kurzen Strecken zum Supermarkt sicher, dass die Einkäufe wie Getränkekisten nicht beschwerlich getragen werden müssen. Andere Nutzer betonen, dass ihr Auto die Unabhängigkeit vom Wetter sowie ein Stück Privatsphäre außerhalb des Hauses gewährleistet.

Für alle Autofahrer im fortgeschrittenen Lebensalter bietet die Mobilität per Auto den Vorteil, nicht auf teure Taxis oder ungünstige Busverbindungen angewiesen zu sein. Die Flexibilität ist durch ein Auto deutlich höher. Wer schnell zum Arzt oder zu einem fast vergessenen Termin möchte, kann keine langen Wartezeiten und komplizierte Umsteigeprozesse in Kauf nehmen. Für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel hat die örtliche Verkehrsinfrastruktur eine entscheidende Bedeutung. Gewohnheiten und persönliche Fitness führen dazu, dass einige ältere Menschen unbedingt das Fahrradfahren beibehalten wollten.

Die langjährige Praxis sieht in diesen Fällen oft so aus: Neben Kurzstrecken zum Bäcker und werden längere Strecken entspannt auf Radwegen in landschaftlich schöner Umgebung bewältigt. Bei Gehbehinderungen liegt die Priorität zur Sicherstellung gewünschter Bewegungsabläufe innerhalb einer Wohnung bei einem Treppenlift. Ein eigenständiger, sicherer Etagenwechsel bildet die Grundlage für eine dauerhafte Nutzung der bisherigen Wohnung. Dadurch werden Ängste vor einem Umzug in ein Pflegeheim verhindert. Ansonsten zählen zu den Wünschen älterer Menschen nach technischer Unterstützung im Wohnbereich:

  • Hörgerät
  • Barrierefreies Bad
  • Gehstock, Krücken, Rollator, Rollstuhl
  • Telefon mit Verstärker
  • Fernbedienung für die Eingangstür
  • Türsignalanzeige
  • Notrufgerät

Problemfelder der Mobilität im Alter

Außerhalb ihres Wohnbereiches fühlen sich ältere Menschen als Fußgänger, Autofahrer und Radfahrer sowie als ÖPNV-Nutzer immer häufiger verunsichert und belastet. Der Grund hierfür ist zum einen die gestiegene Verkehrsdichte im fließenden und ruhenden Verkehr. In erster Linie stellt allerdings die zunehmende Aggression das Problem im Verkehrsgeschehen dar. Rücksichtsloses Verhalten von Verkehrsteilnehmern, hektischer Verkehr und starke Beeinträchtigungen durch viele Baustellen wirken sich spürbar aus. Dadurch entsteht Aufregung, Angst und Unwohlsein.

Kritisch sehen ältere Menschen mit körperlichen Einschränkungen auch den ÖPNV. Zu den Problemen zählen das ruckartige Anfahren von Bussen und Bahnen, ungünstige Verkehrsverbindungen sowie überfüllte Fahrgasträume. Ein großes Problem stellen die modernen Fahrkartenautomaten dar. Die Bedienbarkeit ist kompliziert und irritiert in einem überflüssigen Umfang. Es wird auch bemängelt, dass zu wenig Fahrradwege verfügbar sind. Ebenso wird kritisiert, dass viele Gehwege zugeparkt sind, weshalb ein Betreten stark befahrener Straßen notwendig wird. Gehwege, die zum Spazierengehen genutzt werden, sind kaum mit Sitzgelegenheiten zum Ausruhen ausgestattet. Neben der gewünschten Barrierefreiheit sollten auch die anderen Bedürfnisse und Ängste älterer Menschen stärker beachtet werden.

 

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