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Mobilität auf vier Rädern - Sicher Auto fahren im Alter

Mobilität auf vier Rädern - Sicher Auto fahren im Alter

Der Wunsch, das Auto zur Fortbewegung zu nutzen, endet nicht bei einer bestimmten Jahreszahl im Alter. Ein allgemeiner Ratschlag dieser Art wäre für viele ältere Autofahrer unbegründet. Im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung, dass für ältere Menschen ein Unfall vorprogrammiert sei, sagt die Statistik anderes.

Danach wurden im Jahr 2017 nur 16 Prozent der Verkehrsunfälle mit Personenschaden von Senioren verursacht. Laut Statistischem Bundesamt sind als Hauptrisikogruppe die 18- bis 24-Jährigen besonders gefährdet. Im Jahr 2016 verunglückten 1.041 junge Menschen pro 100.000 Einwohnern, mehr als doppelt so viel als der Bevölkerungsdurchschnitt. Gründe hierfür sind Unerfahrenheit, Übermut und Risikofreude. Außerdem fahren lebensjüngere Menschen häufiger mit dem Auto trotz Alkoholgenuss. Senioren sind durch ihre erhöhte Eigenverletzlichkeit eher Gefährdete als Gefährder.

Entscheidend ist nicht das Lebensalter, sondern der individuelle Gesundheitszustand. Außerdem können Einflussfaktoren wie mangelnder Schlaf oder Stress die Fahrtüchtigkeit herabsetzen. Hinzu kommt, dass ältere Fahrer häufig ein defensives Fahrverhalten wählen und dabei die Dauer der Fahrpraxis von Vorteil ist. Daher unterbleiben waghalsige Überholmanöver, Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Rücksichtslosigkeit beim Fahren. Stattdessen bestimmt vorausschauendes Fahren die Einschätzung möglicher Gefahren. Durch besonnenes Fahren können im Regelfall altersbedingte Handicaps kompensiert werden. Fest steht: Laut Kraftfahrzeugbundesamt waren deutschlandweit im Jahr 2018 ungefähr 16 Millionen Menschen über 65 Jahren im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Das entspricht einem Viertel aller bundesdeutschen Autofahrer.

Die Tendenz steigt mit der demografischen Entwicklung weiter an. Ein Auto gewährleistet für Senioren nicht nur in ländlichen Regionen ein großes Stück Eigenständigkeit und ermöglicht soziale Kontakte. Das Fahrrad stellt keine sichere Alternative dar, im Gegenteil. Etwa jeder zweite verunglückte Radfahrer ist 65 Jahre oder älter. Angesichts dieser Fakten lautet die Empfehlung: Es müssen mehr Programme auf freiwilliger Basis angerboten werden. Dadurch wird auf die Bedürfnisse der Senioren eingegangen und die Verkehrssicherheit erhöht.

Möglichkeiten zur Verbesserung der Fahrsicherheit für ältere Verkehrsteilnehmer

In der Dauerdiskussion um die Einführung eines allgemeinen Fahrtauglichkeitstest für lebensältere Menschen ab einem bestimmten Alter sind zahlreiche Ratschläge entstanden. Schließlich sollten die natürlichen Einschränkungen des Alters beim Hören, Sehen und Reagieren nicht ignoriert werden. Von daher besteht keine Verpflichtung aber die Empfehlung von regelmäßigen körperlichen Untersuchungen zur Feststellung der Fahrtauglichkeit. Insbesondere die Hör- und Sehfähigkeit sollten einmal pro Jahr untersucht werden. Außerdem lohnt es sich, auf die Angebote zum einem speziellen Fahr- und Sicherheitstraining für Senioren einzugehen.

Ebenso können einfache, kurze Übungen der Muskulatur und Beweglichkeit die erforderliche Nackendrehung beim Schulterblick oder die Fähigkeit zum schnellen kräftigen Bremsen verbessern. Gegebenenfalls muss eine neue Einstellung des Fahrersitzes erfolgen, damit der richtige Abstand zum Lenkrad und den Pedalen eine optimale Bedienung zulässt. Bei festgestellten Veränderungen der Hörfähigkeit ist es zweckmäßig, auf ein zu laut eingestelltes Radio oder eine Freisprechanlage zu verzichten. Dadurch kann ein Martinshorn besser wahrgenommen werden. Bei Einschränkungen der Hörfähigkeit bieten sich außerdem kurze Blicke in den Rückspiegel als zusätzliche Orientierungshilfe an.

Auffälligkeiten sollten im eigenen Interesse und zum Schutz anderer Verkehrsteilnehmer mit einem Arzt besprochen werden. Ein unerklärbar häufiges Verfahren könnte beispielsweise auf eine beginnende Demenz hindeuten. Moderne Fahrerassistenzsysteme können während der Fahrt wie beim Einparken leichte Fehleinschätzungen ausgleichen. In der Zukunft könnte autonomes Fahren einen völlig neuen Weg der Mobilität öffnen. Bis dahin kann es jedoch noch einige Zeit dauern.

 

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