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Isolation im Alter als Folge eingeschränkter Mobilität

Alterseinsamkeit? Mobilität von Senioren verbessern hilft!

Mobilität ist eine wichtige Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Vereinsamung im Alter ist oft eine Folge von Einschränkungen der Beweglichkeit. Wer nicht mehr ohne fremde Hilfe die eigene Wohnung verlassen kann, hat nur eingeschränkte Möglichkeiten, mit Menschen Kontakt aufzunehmen. Besonders die Knüpfung von neuen Kontakten ist oft geradezu unmöglich. Soziale Kontakte finden dann nur noch über Einladungen Verwandte und Bekannte statt.

Angehörige sind oft durch die eigene Familie und Berufstätigkeit zeitlich sehr eingeschränkt. Der soziale Umkreis wird immer enger und beschränkt sich oft auf Menschen der eigenen Generation, die allerdings selbst mit ähnlichen Mobilitätsproblemen und anderen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben. Daher leiden viele Seniorinnen und Senioren unter ungewünschter Isolation. Das verringert die Lebensqualität. Die Beschränkung eigener Aktivität und Beweglichkeit auf die eigene Wohnung kann zur Antriebslosigkeit und Lebensunlust führen.

Bewegungsräume für Senioren erweitern

Gute Ansätze, die Bewegungsräume von Senioren zu erweitern, sind Wohnprojekte des senioren- und behindertengerechten Bauens, Generationenhäuser, Nachbarschaftskreise, die Senioren aktiv einbeziehen. Allerdings gibt es solche Angebote noch nicht flächendeckend. Mit dem demographischen Wandel unserer Gesellschaft halten sie in keiner Weise Schritt. Sehr viele ältere Menschen, ob daheim oder in Seniorenheimen, sind ausschließlich darauf angewiesen, dass Pflegekräfte und andere Betreuungspersonen Zeit dafür finden, mit ihnen gemeinsam spazieren, einkaufen oder zu einer Veranstaltung zu gehen.

Es gibt hervorragende technische Hilfen, um die Mobilität zu verbessern, beispielsweise elektrische Rollstühle oder moderne Rollatoren. Komfortable technische Hilfen erfordern von den Senioren vielfach erhebliche Zuzahlungen, da sie nicht gänzlich von der Krankenkasse und Pflegeversicherung übernommen werden. Ein entscheidendes Manko vieler technischer Mobilitätshilfen sind die Schwierigkeiten, damit Treppen zu überwinden.

In der vierten Etage ohne Aufzug wird ein Rollator eher zur schweren Traglast, die nicht über die Stufen bewegt werden kann. Für einen Rollstuhl sind schon wenige Stufen eine unüberwindliche Hürde. Treppengängige Rollstühle sind eine Erleichterung für jüngere Rollstuhlfahrer und für die Helfer von Senioren. Allein können ältere, kranke Menschen damit meist eine Treppe nicht gefahrlos überwinden.

Die Treppe wird zum Hindernis

Viele Seniorinnen und Senioren sind aber auf ebenem Untergrund auf gar keine, bzw. nur eine einfache, Gehhilfe angewiesen. Sie sind nur nicht fähig, mit den vielen Stufen zurechtzukommen. Schuld sind meist Gelenkleiden oder Rheumatismus. Allzu häufig macht die Angst auch die Treppe zur unüberwindlichen Hürde. Ältere Menschen, die bereits einmal oder mehrmals auf der Treppe gefallen sind, die vor Treppen unerklärlicher Schwindel überfällt, entwickeln eine regelrechte "Treppenphobie". Therapien werden oft nicht als Lösung angesehen, auf sie muss auch viel zu lange gewartet werden, was gerade im Alter sehr problematisch ist.

Treppenlifte sollten viel stärker in den Fokus der Mobilitätshilfen gerückt werden. Die Preise schrecken viele ältere Menschen ab. Dabei gibt es von den Krankenkassen hier recht ansehnliche Zuschüsse, die für ein günstiges Angebot oder einen geprüften gebrauchten Treppenlift durchaus ausreichend wären. Aber auch Hauseigentümer sollten bei älteren Mietern dem Thema aufgeschlossener gegenüberstehen. In Unkenntnis der technischen Einzelheiten, glauben viele Senioren, der Einbau wäre nicht möglich oder würde verweigert werden. Eine offensive Ansprache auf diese Möglichkeit erleichtert die Entscheidung. Jede Mobilitätshilfe ist ein Meilenstein gegen Einsamkeit und Isolation im Alter!

 

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